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Wildwasser Schwierigkeitsbewertung
Die Schwierigkeiten bei der Befahrung von Wildflüssen werden in einer Tabelle mit sechs Stufen bewertet. In den Wildwasserführern wurde und wird oft ein und derselbe Fluss bei gleichem Wasserstand verschieden eingestuft.

Schuld daran sind einerseits die althergebrachten Wertungen aus der Zeit, in welcher Material und Fahrtechnik noch nicht dem heutigen Stand entsprachen und andererseits eben genau dieser Fortschritt, der bis zu einer gewissen Grenze quasi das Unmögliche ermöglichte.

Um dieser Weiterentwicklung Rechnung zu tragen, wurden vor zwei Jahren vom Deutschen Kanuverband unter Mitarbeit erfahrener Extrempaddler die bestehenden Schwierigkeitsbegriffe überarbeitet.

Nach dieser neuen Fassung beginnt der Extrembereich ab Wildwasser IV. Damit lassen sich auch extrem schwierige Bäche wie etwa die mittlere Ötz in diese Skala einfügen. Umgekehrt wird es allerdings nicht mehr ganz so einfach sein, über die Befahrung eines "oberen Fünfers" zu berichten...

In manchen Flussführern und vereinsinternen Bewertungen wurde die WW Skala nach oben hin erweitert (z.b. Korsika 6s oder die im Piemont-Führer verwendete Erweiterung WW 7 und WW 8).

Übrigens, die Imster Schlucht gilt nach der neuen Tabelle bei Pegel 2 m als Wildwasser III, sie kann bei niedrigerem Wasser ohne weiteres auf Wildwasser II fallen.
WW-Schwierigkeitstabelle
I unschwierig: Regelmäßiger Stromzug, regelmäßige Wellen, kleine Schwälle Einfache Hindernisse
II Mäßig schwierig: Freie Durchfahrten Unregelmäßiger Stromzug, unregelmäßige Wellen, mittlere Schwälle, schwache Walzen, Wirbel und Preßwasser Einfache Hindernisse im Stromzug, kleinere Stufen
III Schwierig: Übersichtliche Durchfahrten Hohe unregelmäßige Wellen, größere Schwälle, Walzen, Wirbel und Preßwasser Einzelne Blöcke, Stufen, vielfache Hindernisse im Stromzug
IV Sehr schwierig: Durchfahrten nicht ohne weiteres erkennbar, Erkundung meist nötig Hohe andauernde Schwälle, kräftige Wirbel, Walzen und Preßwasser Blöcke versetzt im Stromzug, höhere Stufen mit Rücksog
V Äußerst schwierig: Erkundung unerläßlich Extreme Schwälle, Walzen und Preßwasser Enge Verblockungen, höhere Gefällestufen mit schwierigen Ein– und Ausfahrten
VI Grenze der Befahrbarkeit : Im allgemeinen unmöglich, bei bestimmten Wasserständen eventuell befahrbar – hohes Risiko

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Historisch betrachtet sind Outdoorsportarten die Urformen des Sports. Erst mitte der 80er Jahre tauchten Begriffe wie Rafting vermehrt in den Medien auf. In weiterer Folge wurden Sportarten wie Rafting, Canyoning, Kajakfahren, Mountainbiken, Klettern usw., die das Image des Extremen hatten, als Outdoor Sportarten bezeichnet. Die Extremformen waren jedoch für den Toursimus nicht brauchbar. Somit umgibt das Rafting und Canyoning beispielsweise dieser "semantische Hof" und verleiht ihnen ein Image, das nichts mit der realen Durchführung kommerzieller Touren zu tun hat. Seit dem Rafting und Canyoning steht die Endung - ing  für trendig. In der Folge sind zahlreiche Wortkreationen entstanden, die man am besten mit "heiterer Gelassenheit" betrachtet. Beispielsweise kommt der Begriff Canyoning nicht aus dem Amerikanischen, denn dort wird es als canyoneering bezeichnet, was für uns Mitteleuropäer etwas holprig klingt. Canyoning kommt von den Franzosen - allerdings hat das Wort auch nichts mit Französisch zu tun - dort müßte es gorge, ravin, combe oder cluse heissen. Letztendlich soll das persönliche Erleben im Mittelpunkt stehen und das nicht im Cyberspace sondern original und mit allen Sinnen erlebbar. Diese Lexikon soll für Interessierte etwas mehr Klarheit in die Begriffswelt des Outdoorsports bringen, um in Vorfeld auch zu wissen was sich hinter so mancher Bezeichnung tatsächlich verbirgt.